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Film

Wer Sorgen hat … Alkoholkonsum und Alkoholmissbrauch in der DDR

DI 21.05. um 20 Uhr

Dienstag, 21. Mai 2019, 20.00 Uhr

Zeughauskino

Wer Sorgen hat …

Alkoholkonsum und Alkoholmissbrauch in der DDR

 

Wer Sorgen hat… SBZ 1948, 2‘ · 35mm

Hoch die Tassen DDR 1955, R: Harald Röbbeling, 7‘ · Digital SD

Krawatzke zur Kur DDR 1959, R: Hans Dieter Mäde, 6‘ · 35mm

Feierabend DDR 1964, R: Karl Gass, 27‘ · 35mm

Alkoholverbot am Arbeitsplatz DDR 1978, 3‘ · 35mm

Verantwortung Erwachsener bei Alkoholmißbrauch DDR 1980, R: Werner Kreiseler, 6‘ · 35mm

Abhängig DDR 1984, R: Eduard Schreiber, 23‘ · 35mm

Evolution DDR 1984, R: Lothar Friedrich, 5‘ · 35mm

DI 21.05. um 20 Uhr · Einführung: Sina Fabian

Im Pro-Kopf-Verbrauch von Alkohol war die DDR Ende der 1980er Jahre Weltspitze. An Schnaps herrschte kein Mangel. Die negativen Folgen für das Gesundheitssystem, für die Sicherheit im Straßenverkehr und die Kriminalität bereiteten Behörden, Ärzten und Politikern allerdings seit langem Sorgen. Wo sollte die Grenze zwischen geselligem Konsum, Missbrauch und Abhängigkeit gezogen werden? Welche Gefahren barg der Alkohol für die sozialistische Gesellschaft und ihr Menschenbild? Eine einheitliche Linie gab es zu diesen Fragen nicht: Die Reaktionen reichten von der Tabuisierung des Problems bis zu Kritik, von moralischen Appellen und medizinischer Aufklärung bis zur schonungslosen Beschreibung von Abhängigkeit und Krankheit aus nächster Nähe. Am Beispiel von Werbefilmen für Schnaps, von satirischen Beiträgen über Doppelmoral und Falschmeldungen, von humoristischen Trickfilmen, Lehr- und Unterrichtsfilmen sowie zwei ungewöhnlichen Dokumentationen von Karl Gass und Eduard Schreiber beleuchtet das Kurzfilmprogramm den inhaltlich und künstlerisch vielfältigen Umgang mit dem Alkoholkonsum und seinen Folgen im nicht-fiktionalen Film der DDR.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem deutsch-französischen ERC-Projekt The Healthy Self as Body Capital: Individuals, Market-Based Societies, and Body Politics in Visual Twentieth Century Europe am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (Berlin) und der Universität Straßburg.

Der Eintritt ist frei.

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