Film

dffb: Studium & Politik

Kurzfilmprogramm Hartmut Bitomsky

Sonntag, 23. August 2020, 18.00 Uhr

Zeughauskino

dffb: Studium & Politik

Das Vöglein BRD 1966, R/B: Hartmut Bitomsky, K: Holger Meins, D: Waltraut Schmahl, Gerd Conradt, Max Grothusen, 13‘ · Digital SD

3000 Häuser BRD 1967, R/B: Hartmut Bitomsky, K: Holger Meins, D: Ingrid Oppermann, Helke Sander, Harun Faroqhi, 17‘ · 16mm

Johnson & Co. und der Feldzug gegen die Armut BRD 1968, R/B: Hartmut Bitomsky, K: Holger Meins, D: Peter Bauer, Ingrid Oppermann, Holger Meins, Skip Norman, 18‘ · 16mm

Einmal wirst auch du mich lieben. Über die Bedeutung von Heftromanen BRD 1973, R/B: Hartmut Bitomsky, Harun Farocki, K: Karl Heinz Blöhm, D: Marie Bardischewski, Lucia Bays, Alice Dütsch, Hanns Zischler, 45‘ · DCP

SO 23.08. um 18 Uhr · Einführung: Frederik Lang

Im September 1966 beginnt Bitomsky sein Studium an der neu gegründeten dffb und gehört damit jenem berühmt-berüchtigten ersten Jahrgang an, der das politische Image der Hochschule nachhaltig prägen wird. Bis zu seinem Rausschmiss im November 1968 dreht Bitomsky gemeinsam mit seinem Kameramann Holger Meins drei eigene Regiearbeiten, anhand derer sich die Phasen der Politisierung der Studenten gut nachvollziehen lassen. Während Das Vöglein noch eher wie eine Studie im Stil der Nouvelle Vague oder den Fernseharbeiten von Dozent Peter Lilienthal anmutet, stellt 3000 Häuser mithilfe von Genreelementen bereits die Frage nach der Form, die ein politisches Filmemachen nach dem 2. Juni 1967 einnehmen könnte. Johnson & Co. und der Feldzug gegen die Armut beantwortet diese Frage ästhetisch mit Brechts Verfremdungslehre, inhaltlich mit einer Übertragung des US-Imperialismus in Vietnam auf den Berliner Immobilienmarkt.

Nach zwei marxistischen Lehrfilmen kann das Regieduo Bitomsky-Farocki für den WDR den halblangen Spielfilm Einmal wirst auch du mich lieben. Über die Bedeutung von Heftromanen drehen. Entstanden ist dabei ein interessantes Hybrid über Freizeitgestaltung und Selbstverwirklichung, mitunter strotzend vor Inszenierungslust, die allerdings von den politischen Ambitionen der Filmemacher immer wieder durchkreuzt wird. (fl)

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