Heute: Geöffnet von 10 - 18 Uhr

Aus dem Fernseharchiv

Regie: Uwe Frießner

In den Archiven der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender Deutschlands liegt ein kaum bekannter Schatz: Spielfilme teils prominenter Regisseure und/oder Drehbuchautoren, entstanden hauptsächlich in den sechziger und siebziger Jahren, als die Rundfunkanstalten zugleich ein Übungs- und Experimentierfeld auch für Nachwuchsfilmemacher waren. Reine TV-Produktionen, die in aller Regel auch nur im Fernsehen gezeigt wurden, dort allerdings ein Millionenpublikum erreichten. Auf diesen weitgehend vergessenen Teil der deutschen Filmgeschichte möchte die von Jan Gympel initiierte und mitkuratierte Reihe Aus dem Fernseharchiv hinweisen: Monatlich wird ein Fernsehspielfilm aus dem Bestand der Sammlung Fernsehen der Deutschen Kinemathek präsentiert.

Im zweiten Quartal 2019 zeigen wir drei Fernsehproduktionen und zwei Kinofilme von Uwe Frießner. Der 1942 geborene Berliner errang schon mit seinem Erstling, dem im Winter 1979 gedrehten Jugenddrama Das Ende des Regenbogens, mit dem er sein Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin abschloss, Aufmerksamkeit und Auszeichnungen, darunter den Deutschen Filmpreis. Jedoch konnte Frießner, der Geologie, Germanistik und Philosophie studiert, aber auch als Hochseefischer und Dachdecker gearbeitet hatte, danach nur noch einen Kinofilm realisieren. Obwohl seine TV-Filme und -Serien meist ambitioniert waren und zwei Adolf-Grimme-Preise erhielten, wurde er zu einem Beispiel dafür, wie ein Regisseur und Drehbuchautor auch von der Fachöffentlichkeit immer weniger wahrgenommen wird, wenn er ausschließlich für das Fernsehen arbeitet. Darüber hinaus ist an Frießners Schaffen zu erkennen, wie ein falscher Eindruck vom Gesamtwerk eines Filmemachers entstehen kann, wenn nur die realisierten Arbeiten berücksichtigt werden: Seit seinem Erstling galt Frießner, der auch in der Jugendarbeit tätig war, als Spezialist für mit sozialen und psychischen Problemen beladene Teens und Twens. In Wahrheit gab es auch anders geartete Projekte, die sich aus unterschiedlichen Gründen – teils in weit fortgeschrittenem Stadium – zerschlugen. Allen gemein war Frießners Lieblingsthema: das schuldlos Schuldigwerden.

 Aus dem Fernseharchiv ist eine Kooperation mit der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen.

Tickets

Eintritt 5 €
Geänderte Preise sind im Programm vermerkt.

Reservierung:

Mo-Fr 10-18 Uhr

T +49 30 20304-421

Kinokasse:

eine Stunde vor Beginn der ersten Vorstellung

T +49 30 20304-770

Barrierefreier Zugang

Rollstuhlgerechter Zugang

Verkehrsverbindung

S-BAHN      

Hackescher Markt und Friedrichstraße

U-BAHN  

Französische Straße, Friedrichstraße und Hausvogteiplatz

BUS  

100, 200, TXL Staatoper oder Lustgarten

TRAM

M1, 12 Am Kupfergraben

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Adresse

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Unter den Linden 2
10117 Berlin