FilmDokument

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FilmDokument präsentiert wenig bekannte, non-fiktionale Filme aus verschiedenen Epochen der deutschen Filmgeschichte. Die Reihe berücksichtigt dabei ganz unterschiedliche dokumentarische Formen, Arbeitsweisen und Produktionszusammenhänge. Das Spektrum reicht vom Reise- und Interviewfilm über die Reportage und das Porträt bis zum Kompilations- und Archivfilm. Privat- und Amateurfilme stehen neben Industrie- und Imagefilmen sowie Werken, die an deutschen Filmhochschulen entstandenen sind. In enger Zusammenarbeit mit dem Bundesarchiv-Filmarchiv und der Deutschen Kinemathek werden die Programme von Mitgliedern des Vereins CineGraph Babelsberg kuratiert und eingeführt – mit dem Ziel, das non-fiktionale Filmschaffen in Deutschland in seiner ästhetischen Vielfalt und zeithistorischen Bedeutung zu erfassen.

Die Bildsprache der Besatzer

Ab 1941 betrieben die deutschen Okkupanten in den besetzten Gebieten hinter der Front für kurze Zeit eine umfangreiche mediale Propagandakampagne, um einheimische Arbeitskräfte für den Einsatz in Deutschland anzuwerben. Mit Filmen und Plakaten sollten „interessierte“ Freiwillige gewonnen werden – eine Maßnahme, die wenig später durch Zwangsrekrutierungen ersetzt wurde.

Im Mittelpunkt der Kampagne standen Filme, die von anderen Propagandaangeboten mit einer ähnlichen Bildsprache ergänzt wurden. Ziel des Werbens war eine vermeintliche zivile Öffentlichkeit jenseits des Krieges. Die Motive folgen einer „Heim ins Reich“-Ideologie und zeigen neben Szenen einfacher, handwerklicher Arbeit harmonische Familiensituationen im trauten Heim. Die dargestellten Figuren suchen den direkten Blickkontakt mit dem Betrachter. Sie werben nicht für konkrete Berufe, sondern für körperliche Arbeit schlechthin. Auf keinem der Bilder sind die dargestellten Arbeiter als „Ostarbeiter“ zu erkennen, auch antisemitische Akzente fehlen. Die tatsächlichen Lebensverhältnisse und Besatzungserfahrungen werden verschwiegen.

Für die Außenwerbung entwickelte das NS-Propagandaministerium ein reich differenziertes Arsenal an modernen Werbematerialien, die den Funktionären in einem umfangreichen Katalog zur Verfügung gestellt wurden. Die Bilder der Anwerbekampagne korrespondierten dabei mit NS-Spielfilmen, die untertitelt in den Kinos der okkupierten Städte und auf dem Lande in mobilen Kinowagen gezeigt wurden. Die 1941 gegründete Berliner Firma Zentral-Filmgesellschaft Ost (ZFO) produzierte die begleitend eingesetzten Anwerbefilme. (Günter Agde)

Tickets

Eintritt 5 €
Geänderte Preise sind im Programm vermerkt.

Reservierung:

Mo-Fr 10-18 Uhr

T +49 30 20304-421

Kinokasse:

eine Stunde vor Beginn der ersten Vorstellung

T +49 30 20304-770

Barrierefreier Zugang

Rollstuhlgerechter Zugang

Verkehrsverbindung

S-BAHN      

Hackescher Markt und Friedrichstraße

U-BAHN  

Französische Straße, Friedrichstraße und Hausvogteiplatz

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Zeughauskino
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Unter den Linden 2
10117 Berlin